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Alba Dancers Berlin zu sexy?

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Cheerleader Miami Dolphins
Cheerleader Miami Dolphins

Sind die Alba Dancers Berlin zu sexy?

Die Nachricht war ein Schock für die Alba Dancers selbst, auch für die gesamte Cheerdance Szene in Deutschland. Der Basketball Bundesligist „Alba Berlin“ trennt sich von seinen Cheerleadern, den legendär gewordenen „Alba Dancers“.

Nach 25 Jahren gab Vereinsboss Marco Baldi trocken bekannt: „Wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass das Auftreten junger Frauen als attraktive Pausenfüller bei Sportevents nicht mehr in unsere Zeit passt. Es ist uns bewusst, dass nicht wenige Fans die ALBA Dancers vermissen werden.“

Mal davon abgesehen, dass es Herr Baldi schafft Widersprüche in nur zwei Sätze zu packen, weil, wenn „nicht wenige die Alba Dancers vermissen werden“, warum werden die „Alba Dancers“ dann abgeschafft? Er degradiert das Bild dieses Sportes (Cheerdance) plump nach unten!

Ja, Cheerdance ist Sport und die „Alba Dancers“ das Aushängeschild dieses Sportes in Deutschland, wenn nicht gar Europa.

Also stellt sich die Frage: Woran stört sich Herr Baldi und Alba Berlin? „Cheerdance sei nicht mehr zeitgemäß“, mit Verlaub, das ist ein schlechter Witz! Basketball gehört, wie auch American Football und Baseball, zu den sogenannten amerikanischen Sportarten. Diese werden auch in Europa immer beliebter. Die Zahl der Vereine, der Aktiven und der Fans schießen nach oben. Ganze US Ligen werden mittlerweile im TV übertragen. Folglich darf man im Mutterland dieser Sportarten durchaus einmal nachschauen was Zeitgemäß, vor allem aber was Trend ist.

Und genau da ist Cheerdance auf dem Vormarsch. Es gibt kein Spiel der NBA, NFL oder MLB ohne die attraktiven Cheerleader an der Sideline. Sie sind Werbeträger, Vorbilder, Eyecatcher und der Traum vieler Mädels die diesen Sport betreiben. Wenn gleiches in Europa nicht möglich ist, hat das sehr viel mit der Fantasielosigkeit diverser Vereinsoffizieller zu tun, aber sicher nicht mit den Sportlerinnen die diesen Tanzsport ausüben.

Alba Dancers Berlin Pressefoto
Die Cheerleader von Alba Berlin

Zu sexy?

„Nicht mehr zeitgemäß!“, spätestens mit dieser Formulierung kommt noch ein anderer Verdacht auf – Sexismus! Es ist durchaus ein Unterschied zwischen „sexy sein“ und „Sexismus“. Cheerdancerinnen als pures „Tanzfleisch“ zu sehen, was irgendwie „geil machend“ vor einem „herumhopst“, das wird den jungen Frauen ebenfalls nicht gerecht. Allein das Entwickeln und einstudieren der Choreografien ist harte Arbeit!

Und die sexy Wirkung? Was bitte ist so falsch daran? Warum soll es angeblich „zeitgemäß“ sein nicht mehr sexy wirken zu dürfen? Würde es vielleicht helfen, wenn die jungen Frauen möglichst unattraktiv daherkommen?

Es ist eine Unsitte Frauen in einem fragwürdigen Licht zu sehen, nur weil sie ein sexy Outfit tragen. Da war unsere Gesellschaft schon mal wesentlich weiter. Genau dieser Zeitgeist ist der Weg in die komplett falsche Richtung. An diesem Punkt sind es wiederum Männer, die vorschreiben wollen, was „up to Date“ ist. Oder eben Frauen die ein aggressives Weltbild im Begriff „Emanzipation“ verstecken.

Nein, „sexy sein“ ist kein Problem, ebenso wenig es auch zu zeigen. Der Fehler liegt, wenn schon, im Kopf des Betrachters!

Es bleibt zu hoffen, dass die jahrelange harte und erfolgreiche Arbeit der „Alba Dancers“ nicht den Bach heruntergeht. Vielleicht führt der Weg ja einfach zu seiner anderen Sportart, wie z. B. dem American Football, bei dem die jungen Frauen sicher mit Kusshand genommen werden.

Das wäre auch wichtig, um den Vereinsoffiziellen bei Alba Berlin zu zeigen, welch „falschen Dampfer“ sie hier gerade als „zeitgemäß“ verkaufen wollen.

Oliver v. Hindenburg
Chefredakteur

 

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